Politische Verblödung

Eigentlich bin ich ja nicht sehr politsch unterwegs, aber wenn mir etwas so stark aufstoßt wie die Aktion einer bestimmten österreichsichen Partei in der vergangen Woche, drängt es mich, etwas dazu zu schreiben.

Letzte Woche wurden Jugendliche in ganz Österreich mit einem Comic zur “politischen Bildung” im Briefkasten überrascht. Ich selbst bekam dieses Heftchen nur durch meine 18 jährigen Schwestern zu Gesicht. Mein Kommentar dazu: Die haben sich mit dem Comic ganz klar selbst übertroffen! Nur dieser einen Partei gelingt es, zahlreiche politische Fachausdrücke und Zusammenhänge den Jugendlichen leicht verständlich mit unterschwelligen Botschaften gespickt zu erklären und mit dermaßen sexistischen Abbildungen anzureichern, dass das Heftchen von den Pubertierenden mit entsprechender politischen Gesinnung nur heimlich unter der Decke mit einer Taschenlampe gelesen werden kann.

Eine absolute Frechheit ist auch die Tatsache, dass auf der ersten Seite des Comics und in dem persönlich adressierten Brief explizit darauf hingewiesen wird, dass es sich dabei um keine “Parteiwerbung” oder “EU-Propagandaschrift” handle. Es stellt sich bereits im ersten Bild mit einer Fußnote zur Erklärung “komplizierter” Begriffe heraus, dass genau das Gegenteil zutrifft und massivst Werbung betrieben wird.

Zusammenfassungen und Hintergründe zu dieser Geschichte gibt es vor allem in einem Artikel im Standard und in einem dazugehörigen Kommentar.

Damit sich der interessierte Leser auch hier seine Meinung zu diesem Heftchen bilden kann, habe ich mich sogar überwunden, ein paar Fotos davon zu machen.

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Natürlich ist klar, dass die Partei mit diesem Heftchen die polarisierende Wirkung erzielt und heftige Diskussionen damit ausgelöst hat und dadurch in aller Munde ist. Aus diesem Grund dürfen die anderen Parteien jetzt nicht schlafen und müssen darauf richtig reagieren und zwar auf eine Weise, die die Jugendlichen auch nachvollziehen können. Rechtliche Schritte werden nun bestimmt auch dagegen eingeleitet. Eine derartig hintertückische Manipulation von Jugendlichen darf nicht ungestraft bleiben.

Aus diesem Grund sollte sich jeder genau überlegen, welcher Partei er bei der kommenden Wahl seine Stimme geben will.


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