Kapuzzmaschin’

Habe vor kurzer Zeit ein Kurzvideo erstellt über den Bauprozess einer Fantasie-Maschine aus zwölf zufälligen Haushaltsartikeln den so genannten Kapuzzeln. Hier das Video:

Das gesamte Videomaterial wurde mit einer Spiegelreflexkamera, der Canon EOS 500D, an einem Abend im Zeitsparwerk Wörgl aufgenommen. Diese hat auch eine Videofunktion mit 30fps bei 720p und unzumutbare 20fps bei 1080p.

Die Musik wurde freundlicherweise von Pete Edwards zur Verfügung gestellt, welcher mit seinen selbst gebauten Synthesizern ein ganzes Album aufgenommen hat. Auf seiner Webseite gibt es Schaltpläne zum Drone-Lab und viele Anregungen zum circuit-bending. Besucht also unbedingt casperelectronics.com

Die einzelnen Kapuzzel wurden auf der Drehplatform, die ursprünglich als Platform für ein Fotografiestativ gebaut wurde. Damit sind Zeitrafferaufnahmen mit gleichzeitiger Kamerarotation möglich. Nähere Infos gibt es dazu bald in einem eigenen Artikel in der Elektronik Sektion.

Die Zeitrafferaufnahmen im Video wurden durch Auslösen der Kamera über USB vom Laptop aus in 10 Sekunden Intervallen aufgenommen. Dies hat den Vorteil, dass die Fotos gleichzeitig auf den PC übertragen und dort abgespeichert werden können. Somit läuft die Speicherkarte bei den 1500 Fotos nicht gleich voll. Die Ansteuerung erfolgt im Linux mit gphoto2 recht unkompliziert mit dem Befehl:

gphoto2 --set-config capture=on -F 1 -I 1 --capture-image-and-download

Mit dem Parameter -F kann man die Anzahl der Fotos und mit -I die Intervalllänge einstellen. In meinem Fall übernimmt ein selbst geschriebenes Programm für die Ansteuerung der Drehplatform den periodischen Aufruf von gphoto, weshalb immer nur ein Foto gemacht wird.

Man muss bei großen Zeitabständen zwischen den Fotos sicherstellen, dass der Auto-Standby der Kamera deaktiviert wirde. Damit die Kamera dann aber nicht zuviel Strom verbraucht, empfiehlt es sich, mit einem Klebeband den Abstandssensor oberhalb des Displays abzukleben. Dieser Sensor misst, wenn man sich mit dem Gesicht dem Okular nähert und deaktiviert automatisch das Kameradisplay. Damit war es möglich, mit einem einzigen Kameraakku fast 5 Stunden durchgehend zu fotografieren.


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