26C3 – Vorträge

Dieses Jahr wurde der Chaos Communication Congress in Berlin von einer kleinen Delegation des Zeitsparwerks (bestehend aus Ritschi und mir) besucht und es hat sich mehr als ausgezahlt. Selten findet man eine vergleichbare Veranstaltung mit einer so großen Anzahl an interessanten und abwechslungsreichen Vorträgen. Es finden sich Vorträge zu Themen wie Hacking, Making, Culture, Community, Science und Society. Hier findet ihr das gesamte Programm vom Kongress.

Vier Tage lang waren also von 11:00 bis 00:00 die interessantesten Vorträge auf drei Säle verteilt. Zum Glück wurden alle Vorträge aufgezeichnet und mussten nicht zwingend live angeschaut werden bzw. fanden meistens auch gleichzeitig statt. Außerdem musste man sich auch noch Zeit nehmen, um im Keller des Kongresszentrums einige der aktuellsten Elektronik-Bausätze zusammen zu löten, wie z.B. die Brain-Machine eine Brille für Meditationsanfänger, das Fnordlich, eine RGB-LED Platine, die eigene WLAN-Antenne, oder das TV-B-Gone, leider waren davon aber die Bausätze ausverkauft.

Die 4-Tages-Pässe waren am ersten Tag vormittags schon ausverkauft, wir beide haben glücklicherweise 45 Minuten vorher noch Karten bekommen. Die Tageskarten waren auch immer heiß umkämpft. Manchmal waren die Vorträge so stark besucht, dass wegen brandschutztechnischen Gründen keiner mehr in den Saal gelassen wurde und man sich deswegen schon 15 Minuten vorher den Platz reservieren musste. Im Saal 1 wurden dann leere oder mit Laptops oder Pullover besetzte Plätze gnadenlos an stehende Zuschauer im Saal vergeben und die Laptops anschließend versteigert.

Das Getränk beim Congress und generell in der Hacker-Szene ist natürlich Club Mate.

Hier gibt es eine Liste mit meiner Meinung nach unbedingt zu sehenden Talks:

  • 3672 – Advanced Microcontroller Programming
  • 3490 – Building a Debugger (µC mit JTAG)
  • 3570 – Weaponizing Cultural Viruses
  • 3573 – Playing with the Built City
  • 3551 – Das Recht am eigenen Bild und das Ende der “Street Photography”
  • 3579 – Photography and the Art of Doing it Wrong

Zur Abwechslung vom Kongressprogramm gab es in der C-Base, einem Hackerspace in Berlin welcher als gelandetes Raumschiff eingerichtet ist, das passende Nachtprogramm, die legendären C-Base-Parties.

Alles in allem war der 26C3 überaus inspirierend und motivierend und aus diesem Grund muss nächstes Jahr natürlich wieder dort hingepilgert werden.


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