Jan 9 2010

26C3 – Vorträge

Dieses Jahr wurde der Chaos Communication Congress in Berlin von einer kleinen Delegation des Zeitsparwerks (bestehend aus Ritschi und mir) besucht und es hat sich mehr als ausgezahlt. Selten findet man eine vergleichbare Veranstaltung mit einer so großen Anzahl an interessanten und abwechslungsreichen Vorträgen. Es finden sich Vorträge zu Themen wie Hacking, Making, Culture, Community, Science und Society. Hier findet ihr das gesamte Programm vom Kongress.

Vier Tage lang waren also von 11:00 bis 00:00 die interessantesten Vorträge auf drei Säle verteilt. Zum Glück wurden alle Vorträge aufgezeichnet und mussten nicht zwingend live angeschaut werden bzw. fanden meistens auch gleichzeitig statt. Außerdem musste man sich auch noch Zeit nehmen, um im Keller des Kongresszentrums einige der aktuellsten Elektronik-Bausätze zusammen zu löten, wie z.B. die Brain-Machine eine Brille für Meditationsanfänger, das Fnordlich, eine RGB-LED Platine, die eigene WLAN-Antenne, oder das TV-B-Gone, leider waren davon aber die Bausätze ausverkauft.

Die 4-Tages-Pässe waren am ersten Tag vormittags schon ausverkauft, wir beide haben glücklicherweise 45 Minuten vorher noch Karten bekommen. Die Tageskarten waren auch immer heiß umkämpft. Manchmal waren die Vorträge so stark besucht, dass wegen brandschutztechnischen Gründen keiner mehr in den Saal gelassen wurde und man sich deswegen schon 15 Minuten vorher den Platz reservieren musste. Im Saal 1 wurden dann leere oder mit Laptops oder Pullover besetzte Plätze gnadenlos an stehende Zuschauer im Saal vergeben und die Laptops anschließend versteigert.

Das Getränk beim Congress und generell in der Hacker-Szene ist natürlich Club Mate.

Hier gibt es eine Liste mit meiner Meinung nach unbedingt zu sehenden Talks:

  • 3672 – Advanced Microcontroller Programming
  • 3490 – Building a Debugger (µC mit JTAG)
  • 3570 – Weaponizing Cultural Viruses
  • 3573 – Playing with the Built City
  • 3551 – Das Recht am eigenen Bild und das Ende der “Street Photography”
  • 3579 – Photography and the Art of Doing it Wrong

Zur Abwechslung vom Kongressprogramm gab es in der C-Base, einem Hackerspace in Berlin welcher als gelandetes Raumschiff eingerichtet ist, das passende Nachtprogramm, die legendären C-Base-Parties.

Alles in allem war der 26C3 überaus inspirierend und motivierend und aus diesem Grund muss nächstes Jahr natürlich wieder dort hingepilgert werden.


Aug 14 2009

Podcast zu Hackerspaces

Tim Pritlove hat einen Podcast über Hackerspaces aufgenommen und diesen am Mittwoch veröffentlicht. Wer seine Podcasts im Chaos Radio Express kennt, weiß, dass diese generell von sehr hohem Niveau und guter Qualität sind. Zieht euch also besonders diesen Podcast unbedingt rein. Hackerspaces schießen weltweit wie Schwammerln aus dem Boden und jeder sollte darüber informiert sein.

Abschließend sei auch noch kurz unser Wörgler Hackerspace das “Zeitsparwerk” erwähnt, welcher vor kurzem mit einer Ständerbohrmaschine sowei einer Drehbank aufgerüstet wurde und in baldiger Zukunft auch über eine Boulderwand verfügen wird. Hier ein paar aktuelle Fotos vom Zeitsparwerk auf Flickr:


Mar 28 2009

Zeitsparwerk

Im Tiroler Unterland in Wörgl bauen wir einen Hackerspace bzw. kreativen Freiraum mit dem Namen “Zeitsparwerk” auf. Dazu wurde im letzten Monat der “Verein zur Förderung der HeimwerkerInnen Kultur” gegründet und mitten in der Stadt Wörgl eine 130m² große Halle angemietet. Heute konnten die ersten Sachen in den Space transportiert werden, unter anderem ein großer alter Kasten. Mehr Infos und aktuelle Neuigkeiten zum Zeitsparwerk in Wörgl gibts auf www.zeitsparwerk.org.

Ich bin hochmotiviert und kann es kaum erwarten, diese Halle mit interessanten Projekten und Zeugs zu füllen und zu einem Ort zu machen, in dem die verücktesten Bastelprojekte verwirklicht werden können. Ob Elektronikbastler, Betonboxengießer, Hacker oder sonstige kreative Köpfe, jeder ist willkommen.

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Feb 25 2009

Laboratory Design

Einmal kurz in der Uni-Bibliothek gestöbert, stoßt man auf ein Buch über “Laboratory Design” aus dem Jahre 1951. Habe zwar noch nicht richtig reingelesen, aber es scheinen sehr interessante Sachen zur optimalen Einrichtung eines Labors drinnenzustehen.

Zum Beispiel auch dieses Foto:
labortory_design

Man beachte das Verhältnis der Anzahl der Mitarbeiter zur Anzahl an Laborgeräten bzw. wieviele Leute schreiben Daten in ihr Notebook auf. Zu dem Foto gab es folgende Bildunterschrift:
labortory_design2

Die Einrichtung eines Open-Space erinnert stark an einen Hackerspace. Zu diesem Thema werden sich in dem Buch sicher auch einige Ideen finden lassen.

Witzig ist auch das Intro von Roland A. Wank:

There may have been a time when wars were won on the playing fields of Eton, but today survival itself depends on the work of laboratories — either in war or in the normal activities of industry and commerce.