Mrz 24 2009

Von der Diagonale

An dieser Stelle gibt es einen kurzen Bericht von der Diagonale 2009 in Graz. Wir besuchten das Festival des österreichischen Films drei Tage lang, vom 18. bis 20. März. Das Programmangebot war üppig, unser Hauptaugenmerk lag ganz klar auf Experimental-, Kurz- und Animationsfilmen. Wie das bei Experimentalfilmen so ist, waren natürlich ein paar Filme dabei, bei denen die größte Aufmerksamkeit dem schon fast lang ersehnten Schluss galt. Auf der anderen Seite gab es schon eine handvoll sehr inspirierender Arbeiten zu sehen.

Ganz spontan fällt mir dabei der Film distorted areas~ 0.1 von Manuel Knapp ein. Auf dessen Webseite www.manuelknapp.com gibt es übrigens guten noise-Sound zum vorsätzlichen Vergraulen der Lautstärke-empfindlichen Nachbarn.

Erste Bekanntschaften konnte ich auch mit den Werken von der Künstlerin Mara Mattuschka machen. Ihr aktueller Experimentalfilm burning palace zeigt vier Personen einer Tanzgruppe, die sich in einem Hotel diversen Regungen im erotischen Sinn hingeben und durch merkwürdige, scheinbar unmögliche Bewegungen zum Ausdruck bringen. Die dabei erzeugten Geräusche der Tänzer und Tänzerinnen werden geschickt in ihrer Geschwindigkeit verändert und ergänzen das Video auf eine ganz eigenartige Weise. Der Kurzfilm erinnerte mich von der Albtraumhaftigkeit her stark an erste Arbeiten von David Lynch.

Sehr erwähnenswert ist auch der Kurzdokumentarfilm home.movie von Martin Bruch. Auch dieser hat eine eigene Webseite unter www.martinbruch.eu. Martin Bruch ist im Jahr 1990 an Multiple Sklerose erkrankt und seitdem an den Rollstuhl angewiesen. Zur Erleichterung des täglichen Lebens ließ der Filmemacher in seiner Wohnung ein “Deckenmontieres Hebesystem” installieren. Dieses Schienensystem ermöglicht Martin, in einer Art Klettergeschirr und mit einem Elektromotor angetrieben durch seine gesamte Wohnung zu fahren. Trotz Behinderung sind Stellen auch bis knapp unter die Zimmerdecke für ihn erreichbar. Ein geniales System! Genauso genial ist sein Kurzfilm, der von diesem Hebesystem handelt. Durch Einstellungen aus der Perspektive des Rollstuhlfahrers wird dem Betrachter gezeigt, wie schwer und anstrengend ganz alltägliche Sachen sein können. Kurze Zeit später erfährt man, um wieviel leichter diese Dinge werden, wenn man durch den Hebelift quer durch die ganze Wohnung fahren kann. Der Film lädt zur Reise in die Wohnung Martin Bruchs ein. Sehr spannend und faszinierend.

Das beste am ganzen Filmfestival war natürlich unser freier Eintritt zu jeder Vorstellung, weil unser Western McFinnen und Wallace den Publikumspreis beim film:riss 08 gewonnen hat.

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Im Schubert Kino, direkt in der Altstadt mit zwei Kinosälen, gibt es ein Film-Transportsystem von einem Vorführraum in den anderen. Dabei läuft der Film durch das Cafe im Kinovorraum und durch die Decke in den Keller, bis er schließlich durch einen Schlitz in der Betonwand in den Vorführraum gelangt. Das bedarf natürlich ein paar Fotos:

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Und weil man auch schon in Graz war und bei der Suche nach einem Restaurant bzw. Cafe an Neuhold Elektronik vorbeigelaufen ist, musste man da bei einem kurzen Besuch auch gleich zwei fette Elkos kaufen. Jeweils 0,5F bei 15V, das fetzt. Wakalixes!

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Mrz 21 2009

Segway mal anders

Folgenden Personal Transporter habe ich auf dem Steampunk-Blog clockworker.de gefunden. Das Vehikel bzw. der Roboter hat statt den gewohnten Rollen eines normalen segways insgesamt 12 Beine, mit denen er sich erstaunlich elegant fortbewegen kann. Die Geschwindigkeit kann schon mit einem Fußgänger mithalten. Super cool! Wakalixes!


Mrz 15 2009

Future-Man

Leute in Raumanzügen müssen aus der Zukunft kommen:

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Und man kann es kaum glauben, aber Future-Man hat Recht, wie durch diesen Blog-Eintrag eines Freundes bestätigt.


Mrz 14 2009

PimpMyIceBox

Bei einer Gefriertruhe für Speiseeis mit einer Leistung von 1,2 kW wurde der alte Thermostat gegen eine ultrahochmoderne, mikrocontrollergesteuerte Regelung ersetzt. Mehr dazu in Kürze in der Elektronik Abteilung.

Hier vorerst nur ein Foto von dem Ungetüm, die Schleichwerbung gibt es gratis dazu.

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Mrz 4 2009

Unigebäude

Wenn ich ein Universität gründen würde, baute ich sie wahrscheinlich nach dem Vorbild der Southern Methodist University. Viel interessanter und gemütlicher als die neumodernen Glaswürfel mit Innenhof. Und vor allem ist das Gebäude bis aufs kleinste Detail durchdacht.

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Feb 28 2009

1,8 Megatonnen

Auf youtube gibt es viele Videos und Ausschnitte aus Dokumentationen über historische Atombombenexplosionen. Ein sehr interessantes Video, weil sehr viele Augenzeugenberichte darin vorkommen, ist das Video über die erste Wasserstoffbombe Großbritanniens. Die Soldaten waren 20 Meilen vom Abwurfort entfernt und berichten unter anderem auch über die Schockwelle.

Die größte menschengemachte Explosion ist bis heute die Detonation der Zar-Bombe, eine russische H-Bombe mit etwa 50 bis 60 Megatonnen.

Sehr interessant ist auch, was Feynman zum Test der ersten in Los Alamos gebauten Atombombe geschrieben hat. Auszug aus “Surely you’re Joking Mr. Feynman!”, Seite 136, Los Alamos from Below:

After the thing went off, there was tremendous excitement at Los Alamos. Everybody had parties, we all ran around. I sat on the end of a jeep and beat drums and so on. But one man, I remember, Bob Wilson, was just sitting there moping.
I said, “What are you moping about?”
He said, “It’s a terrible thing that we made.”
I said, “But you started it. You got us into it.”
You see, what happened to me — what happened to the rest of us — is we started for a good reason, then you’re working very hard to accomplish something and it’s a pleasure, it’s excitement. And you stop thinking, you know; you just stop. Bob Wilson was the only man who was still thinking about it, at that moment.
I returned to civilization shortly after that and ewnt to Cornell to teach, and my first impression was a very strange one. I can’t understand it any more, but I felt very strongly then. I sat in a restaurant in New York, for example, and I looked out at the buildings and I began to think, you know, about how much the radius of the Hiroschima bomb damage was and so forth … How far from here was 34th Street? … All those buildings, all smashed — and so on. And I would go along and I yould see people building a bridge, or they’d be making a new road, and I thought, they’re craz, they just don’t understand, the don’t understand. Why are they making new things? It’s so useless.
But, fortunately, it’s been useless for almost forty years now, hasn’t it? So I’ve been wrong about it being useless making bridges and I’m glad those other people had the sense to go ahead.


Feb 25 2009

Laboratory Design

Einmal kurz in der Uni-Bibliothek gestöbert, stoßt man auf ein Buch über “Laboratory Design” aus dem Jahre 1951. Habe zwar noch nicht richtig reingelesen, aber es scheinen sehr interessante Sachen zur optimalen Einrichtung eines Labors drinnenzustehen.

Zum Beispiel auch dieses Foto:
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Man beachte das Verhältnis der Anzahl der Mitarbeiter zur Anzahl an Laborgeräten bzw. wieviele Leute schreiben Daten in ihr Notebook auf. Zu dem Foto gab es folgende Bildunterschrift:
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Die Einrichtung eines Open-Space erinnert stark an einen Hackerspace. Zu diesem Thema werden sich in dem Buch sicher auch einige Ideen finden lassen.

Witzig ist auch das Intro von Roland A. Wank:

There may have been a time when wars were won on the playing fields of Eton, but today survival itself depends on the work of laboratories — either in war or in the normal activities of industry and commerce.


Feb 24 2009

Walking Pace

Folgende Statistik wurde in “The Visual Display of Quantitative Information” von Edward Tufte aus dem Jahr 1983 gefunden. Jemand hat sich tatsächlich die Mühe gemacht, den offensichtlichen Zusammenhang in einem so schönen Diagramm zusammenzufassen. Interessant auch die Auswahl der Städte bzw. Ortschaften.

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Feb 21 2009

Lichtmühle

Angeregt durch die Mail eines Freundes bin ich wieder einmal mit der Physik der Lichmühle und deren diversen Erklärungsversuche konfrontiert worden.

Kaum etwas ist von den Erklärungen sagenumwobener und für viele Leute zum Physik-Philosophieren anregender als die Lichtmühle (nur das Perpetuum Mobile und Schwarze Löcher können das trumpfen). Sollte es tatsächlich noch jemanden geben, der eine Lichtmühle noch nie in Aktion gesehen hat, hier gibt es auch ein Video dazu.

Im Prinzip besteht die Lichtmühle aus meistens vier dünnen Metallfolien, die wie bei einer Windmühle an einer gemeinsamen Achse montiert sind. Das ganze ist dann noch drehbar gelagert und aufgrund des geringen Gewichts der Folien und um Störungen durch leichte Luftzüge zu vermeiden, befindet sich die Mühle in einem leicht evakuierten Glaskolben. Jede Folie ist auf einer Seite reflektierend und auf der anderen Seite mit Ruß oder Farbe geschwärzt. Lässt man nun Sonnenlicht, Licht einer Glühbirne oder Kerze oder sogar einfach nur die Infrarotstrahlung einer Hand auf die Mühle fallen, so beginnen sich die Blättchen in eine bestimmte Richtung zu drehen. Der Drehsinn ist so, als ob die schwarze Seite der Blättchen die Mühle antreibt.

Und genau das ist die Erklärung dafür. Man braucht keine quantenmechanischen Überlegungen um dieses Phänomen zu erklären, einfache Thermodynamik reicht dafür auch schon. Die schwarze Seite erwärmt sich stärker als die reflektierende Seite, jeder, der im Sommer mit einem schwarzen T-Shirt unterwegs ist, kennt das. Dadurch heizen sich die wenigen Moleküle, die im Glaskolben noch vorhanden sind, auf dieser Seite stärker auf, haben eine höhere kinetische Energie als auf der reflektierenden Seite, stoßen gegen das Blättchen und übertragen einen höheren Impuls wegen der höheren Geschwindigkeit. Das Ungleichgewicht der Temperatur bewirkt also das Drehen der Mühle.

Am schlimmsten ist wohl die Erklärung des Effekts durch den Strahlungsdruck. Jedes Photon das von der schwarzen Fläche absorbiert wird überträgt seinen gesamten Impuls darauf. Wird das Photon aber reflektiert, so wird auf das Blättchen der doppelte Impuls übertragen und die Mühle würde sich in die andere Richtung drehen. Diese Theorie versagt also bereits beim Versuch, den Effekt zu erklären.

Ein Experiment, das die thermodynamische Erklärung bestätigt, ist, dass wenn man den Glaskolben noch stärker evakuiert, also ein Ultrahochvakuum erzeugt, dann bewegt sich die Mühle gar nicht mehr, weil zu wenige Moleküle in der Umgebung vorhanden sind, um die Mühle anzutreiben. Der Strahlungsdruck hängt natürlich nicht von der Güte des Vakuums ab, also 2:0 für die Thermodynamik.

Soviel zum Thema Lichtmühle, mit diesem Eintrag erkläre ich das Thema für abgeschlossen und möchte auch keine wirren Kommentare dazu lesen.

Doch um den Eintrag mit einem Zitat von den Simpsons zu beenden: “Lisa, in diesem Haus gehorchen wir den Gesetzen der Thermodynamik!”


Feb 12 2009

Stripping made perfect

Nachdem ich auf dem Blog von Bre Pettis, dem Gründer vom NYCresistor Hackerspace, eine automatische Abisolierzange für einfachen Schaltdraht gefunden habe, stieß ich auf youtube auf folgendes Video:

Mich fasziniert immer noch die Präzision, mit der die Koaxialkabel abisoliert werden. Eigentlich hätte ich mir das denken können, dass es so einen Abisolierautomaten gibt, aber das Video war trotzdem für eine Überraschung gut. Anscheinend muss ich an meiner Taschenmesser-Abisoliertechnik noch ein bisschen arbeiten, vor allem an der Geschwindigkeit, aber das sagt ja schon der Name des Herstellers “Schleuniger”.